Paw Patrol

Kinder lieben die Helfer auf vier Pfoten

Die Cartoonserie Paw Patrol hat Deutschland im Sturm erobert. Fast überall gibt es Produkte der lustigen Zeichentrickhunde.

von John Warren  

Um eines vorwegzunehmen: Viel Fernsehschauen ist nicht gut für Kinder. Doch mal ehrlich, fast jedes Kind schaut ein wenig. Und wenn sie schon gucken, ist es auf jeden Fall am besten, wenn Erwachsene mitschauen und mit den Kindern über das Geschehen im TV sprechen. Denn der Hype um Paw Patrol hat schon solche Ausmaße angenommen, dass man um die Sendung fast nicht herumkommt.

 

Das Kernteam der Paw Patrol besteht aus sechs Hundewelpen mit Spezialfähigkeiten sowie dem Jungen Ryder.
Das Kernteam der Paw Patrol besteht aus sechs Hundewelpen mit Spezialfähigkeiten sowie dem Jungen Ryder. Foto: Nickelodeon

Ein Junge und sieben Hunde

Langsam, aber sicher lernen Eltern und Großeltern so auch die netten Charaktere der neuen Kultsendung kennen, die ihre Kinder so lieben. Anführer der Paw Patrol, also der Pfoten-Patrouille , ist der zehnjährige Ryder. Ein Technikfreak, der nicht nur seine sprechenden Hunde ausgebildet hat, sondern ihnen auch Spezialfahrzeuge zur Verfügung stellt, mit denen die Hunde allerlei Einsätze bestreiten.

Da gibt es zum Beispiel Cockapoo-Rettungspilotin Skye, die mit ihrem Hubschrauber so manchen in Not geratenen Bewohner der Stadt Adventure Bay rettet. Sehr beliebt bei Jungs sind Polizei-Schäferhund Chase und Feuerwehr-Dalmatiner Marshall. Komplettiert wird das Sextett vom Recycling-Mischling Rocky, Bauarbeiter-Bulldogge Rubble und Wasserrettungs-Labrador Zuma. Gelegentlich hilft auch Bergrettungs-Husky Everest aus, gehört aber nicht zum Kernteam der Paw Patrol.

Die etwa 20 Minuten langen Folgen der Serie bestehen meistens aus zwei Kurzfolgen. Zum Start gerät irgendein Bewohner der Stadt Adventure Bay in Schwierigkeiten, besonders oft sind das die tollpatschige Bürgermeisterin und ihr Taschenhuhn Chicaleta. Nach einem Anruf bei Ryder trommelt der die Paw Patrol in seiner Zentrale, ein riesiger Turm am Stadtrand, zusammen und erklärt den Hunden, wer zum Einsatz ausrückt.

Die Hunde sprechen ihren Catchphrase aus („Ich bin ein Wuff-Wuff-Rettungshund“) und sind in ihren Spezialfahrzeugen unterwegs. Nach etwa zehn Minuten sind Katzen, Hühner, Wale oder Schildkröten gerettet und zur Belohnung kriegen die Paw-Patrol-Mitglieder ein Leckerli.

Weltweiter Hit

Eltern können froh sein über diese Serie, denn sie lehrt Teamwork und Hilfsbereitschaft und ist außerdem gewaltfrei und lustig.

Noch froher dürfte allerdings Serien-Erfinder Keith Chapman sein, der sich auch schon die Hit-Serie Bob, der Baumeister, ausgedacht hat. Aus Marketingsicht ist Paw Patrol, das in 160 Ländern ausgestrahlt wird, aber noch viel potenter: Denn die Serie spricht Mädchen wie Jungs gleichermaßen an. Selbst wenn mit Skye und Everest nur zwei der Hunde Mädchen sind. Umstritten bei Fans ist derweil das Geschlecht von Rettungsschwimmer-Labrador Zuma.

Bei vielen Fans in Deutschland kam außerdem nicht gut an, dass nach dem Ende der zweiten Staffel nach der Rechtevergabe an Super RTL die dritte Staffel von neuen Synchronsprechern aufgenommen wurde und zudem einige Namen von Nebencharakteren geändert wurden.

Der kindlichen Faszination an Paw Patrol tat das jedoch keinen Abbruch. Und so müssen Eltern eben damit leben, dass ihre Kinder im Laden Paw-Patrol-Mützen, -Shirts, -Schuhe und allerlei Spielzeug einfordern. Man sollte es natürlich nicht übertreiben, doch mit dem gesunden Menschenverstand kommt man recht weit: Macht das Kind jedes Mal einen Aufstand, wenn der Fernseher ausgeschaltet wird, sollte man den Konsum eingrenzen. Einigt man sich im Vorfeld auf zwei Folgen und schaltet dann friedlich aus, kann man so weitermachen.

Dasselbe gilt bei den Merchandise-Produkten. Taucht das Kind beim Spielen in seine eigene Welt ein, beschäftigt sich lange mit dem Spielzeug der sogenannten Fellfreunde, dann ist die Welt in Ordnung. Und am schönsten ist es doch, wenn man mit seinem Kind zusammen spielt.
Anschauen kann man die Serie auf Super RTL und den Streamingdiensten Prime und Netflix.

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